Axel Wagner.net

Journalismus im Zeitalter von Social Media & Co.

Monat: Juli 2014

Guardian über Döpfner: Ein Mann auf einer Mission

Guardian-Journalist Philip Oltermann befasst sich heute online mit dem Kampf von Springer-Chef Matthias Döpfner gegen Google. Döpfner habe den Suchmaschinenbetreiber bei seinem Auftritt auf dem Global Media Forum am Montag in Bonn dafür kritisiert, seine marktbeherrschende Stellung zu missbrauchen. Er verglich Google dabei mit jemandem, der 91 Prozent der Straßen in Deutschland besitze und daher bestimme, dass nur bestimmte Fahrzeugtypen darauf fahren dürften. Oltermanns Bemerkung zu diesem Vergleich:

This is the height of hypocrisy coming from a media empire which for decades abused its dominant market-position in the German media to impose a reactionary agenda on policymakers.

Den ganzen Artikel gibt es hier zum Nachlesen.

Lesetipp: SZ-Digitalreportage zum Thema Rausch

Wie Reportagen heute aussehen können, zeigt die Süddeutsche Zeitung heute mit einer Digitalreportage zum Thema Rausch. Responsive Design, interaktive Elemente, Videos und ein anklickbarer Zeitstrahl zeigen, was man mit solchen Themen anfangen kann, wenn man sie digital richtig aufbereitet.

Lesetipp: Zuschauer sind mit der ARD unzufrieden

Focus.de berichtete gestern Abend über eine neue Studie der forum! Marktforschung:

Es ist ein Armutszeugnis für die deutsche Fernsehlandschaft. Laut der Studie Fanfocus ist nur gut jeder zehnte Zuschauer zufrieden und an den Sender seiner Wahl gebunden. Dem miesen Ergebnis setzt die ARD die Krone auf – nur ein privater Sender kommt genauso schlecht weg.

Insgesamt 65 Prozent der Befragten sind demnach unzufrieden mit dem Programm des Ersten, 46 Prozent der Zuschauer sind sogar „Terroristen“ – so bezeichnen die Macher der Studie Menschen, die unzufrieden sind, dies öffentlich kundtun und damit dem Unternehmen schaden. Kein Wunder bei dem, was dort seit einigen Jahren geboten wird. Satire findet sich nur noch in den Dritten Programmen (auch wenn Extra 3 ab Oktober einmal monatlich ins Hauptprogramm darf), den Scheibenwischer-Nachfolger darf man getrost vergessen, die Ratgeber-Sendungen werden zugunsten der nervigen Checks eingestampft, und ansonsten findet sich da vor allem viel seichter Unterhaltungsbrei. Findet sich dann doch mal ein anspruchsvolleres Erfolgsformat ein, wird es meist irgendwo versendet.

Das ZDF steht nicht viel besser da – 55 % Unzufriedene insgesamt, 31 % „Terroristen“ -, wobei man hier offenbar die bessere Social Media-Strategie spürt. Den Spitzenplatz mit 22 % treuen Zuschauern hat der Kultursender Arte – auch kein wirklich gutes Ergebnis. An Topmodel- und Raab-Sender Pro Sieben scheiden sich die Geister: 19 % sehr zufriedene Zuschauer, gleichzeitig aber auch 29 % „Terroristen“.  Die übrigen Privatsender sortieren sich rund um den Durchschnitt von 11 % treuen Zuschauern ein. Insgesamt ein Armutszeugnis, das aber auch den Erfolg der neuen Video on demand-Dienste wie Amazon Prime Instant Video erklärt.

Die komplette Studie gibt es hier zum Nachlesen.

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