Axel Wagner.net

Journalismus im Zeitalter von Social Media & Co.

Monat: März 2014

Journalismus: Später zahlen – oder gar nicht?

Neue Runde in der Debatte um die Finanzierung von Journalismus im Netz: Nachdem sich in den vergangenen Tagen schon in eigener Sache das Heddesheimblog, die Ruhrbarone und Markus Beckedahl damit befasst hatten, stellt nun Richard Gutjahr ein neues Bezahlmodell vor – und sagt:

Viele meiner Leser wollen bezahlen. Kein Wunschdenken, sondern belegt durch zig Spenden, die mich Woche für Woche erreichen. Und irgendwie auch nicht: Bezahlsyteme wie PayPal mit ihren horrenden Gebühren fressen Mikrospenden nahezu komplett auf.

Begegnen will er dem mit einem neuen Bezahlsystem namens LaterPay, das – ähnlich wie das kürzlich vorgestellte Blendle in den Niederlanden – mit einer Art Geld-Zurück-Garantie arbeitet. Ob das funktioniert? Ich habe da meine Zweifel. Womit Gutjahr allerdings eindeutig Recht hat: Die bisher bestehenden Zahlungsmethoden sind für den Nutzer zu kompliziert und für den Autor zu teuer.

Auch Andreas Grieß vom Medienportal youdaz.com hat sich zu diesem Thema geäußert und benennt „drei Lügen zur Finanzierung von Onlinejournalismus“, darunter die, dass Leser für gute Inhalte gerne zahlen:

In den meisten Fällen reden wir von freiwilliger Bezahlung, denn wirkliche Paywalls sind vor allem bei kleineren Projekten nach wie vor verpönt. Meine Beobachtung dabei: Die Mehrheit gibt kein Geld, weil die Reportage, das Video oder das Interview so gut sind, sondern weil die eigene Meinung geteilt wird.

Die kompletten Artikel und mehr zum Thema gibt’s in Notizen aus der Medienwelt, dem Flipboard-Magazin.

flipboardNachtrag: Christoph Oppermann liefert dazu eine lesenswerte, ausführliche Analyse.

Chromecast: Google bläst zum Angriff

Foto: Google

Foto: Google

Google hat es wieder getan: Der Suchmaschinenriese aus Kalifornien drängt mit Macht in den nächsten Markt vor und bietet mit Chromecast einen winzigen HDMI-Stick an, mit dem sich der Fernseher zum Smart-TV machen lässt. Youtube-Videos, Watchever, demnächst auch Maxdome und vielleicht auch bald Netflix – alle großen Streaming-Dienste lassen sich über den kleinen Stick abspielen. Bedient und konfiguriert wird er per App vom Smartphone oder Tablet – wobei die Steuerungs-App sowohl auf Android-Systemen als auch beim Konkurrenten Apple angeboten wird. Ein cleverer Schachzug.

Matthias Kremp hat Chromecast schon für Spiegel Online getestet und ist begeistert:

„Als ich den Google-Stick dann endlich ausprobieren kann, staune ich nicht schlecht. Egal ob ich es per Android-Smartphone oder per iPad versuche: Die Technik funktioniert problemlos. Die Bedienung ist sehr einfach. In Apps, die Chromecast unterstützen, erschient ein neues Symbol, das ich anklicken muss, um den aktuellen Bildschirminhalt auf meinem Fernseher ansehen zu können.“

Den kompletten Testbericht gibt es hier zum Nachlesen. Chromecast gibt’s für gerade einmal 35 Euro offline bei Media Markt und Saturn und online bei Amazon und im Google Play Store.

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