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Screenshot: trove.com

Der Markt der News-Aggregatoren wird immer unübersichtlicher. Zusätzlich zum Platzhirsch Flipboard, der diese Position immer noch völlig zu Recht innehat – keiner der Konkurrenten ist im Hinblick auf die plattformübergreifende Verbreitung so gut aufgestellt – kommen immer neue Dienste hinzu. Ein neuer Name, der vor einigen Tagen zum ersten Mal auf meinem Schirm auftauchte, ist Trove, ein neuer Dienst von Graham Holdings, der früheren Washington Post Company. Das erklärt auch, warum Trove seine Beiträge momentan hauptsächlich von den Partnerseiten der Post bezieht. Zwar soll es den Dienst laut dieser Website schon seit 2011 geben, der hauseigene Blog listet jedoch den 22. Januar 2014 als Starttermin, was angesichts der Tatsache, dass die Informationen über Trove auch in den englischsprachigen Branchendiensten bislang recht spärlich sind.

So funktioniert’s: Nutzer, Kuratoren oder Curators genannt, stellen Nachrichten-Streams zu bestimmten Themen zusammen, denen andere Nutzer dann wiederum folgen können. Bei Trove heißen diese Streams Troves, zu deutsch: Schätze. Den Kuratoren stehen dabei mehrere Tausend Quellen zur Verfügung, darunter große Agenturen wie AP, Reuters und natürlich die Post.

Die Anbindung an Facebook und Twitter dient hier (bislang) nur dazu, persönliche Artikelempfehlungen für den eigenen Trove zusammenstellen zu lassen. Anders als bei Flipboard laufen von dort keine Postings ein, was ein großer Vorteil sein kann.

Bis jetzt beschränkt sich Trove noch ausschließlich auf englischsprachige Nachrichten. Das hat auch zur Folge, dass deutsche Nutzer auf dem Portal bislang die Ausnahme sind, darunter Marcus Schwarze (Blog / Twitter), Leiter Digitale Inhalte bei der Rhein-Zeitung. Außerdem ist die dazugehörige App bislang nur für Apple-Geräte zu haben. Eine Android-Variante soll allerdings noch dieses Jahr folgen.